Mühlen in der Gemarkung

*Diese Informationen stammen von Eberhard Reff, http://www.eberhard-ref.net *

Mühlen in Alsenbrück gab es schon bereits 987: zwei Mahlmühlen, von denen eine zur späteren Lohmühle umgewandelt wurde.

Um 1783 wird Jacob Welker der Müllermeister in Alsenbrück. Er dürfte von der alten Dorfmühle in Niederkirchen (Region Otterberg) stam­men, wo jemand gleichen Namens Grundbesitz besaß. 

Urkundlich wird am 29.10.1783 erwähnt:  „...verkaufte der Müllermeister Jacob Weller zu Alsenbrück seine allhier (Anm.: zu Niederkirchen) gelegenen Gütherstücker, welche er nämlich von Adam Walter ersteigt hat ...“

Weiterhin ist dokumentiert, das am 24.1.1792  in Obermiesau der Müllermeister und Witwer aus Alsenbrück Valentin Frank (Sohn des Alsenbrücker Schulthei­ßen) die Charlotta Catharina Wilhelmina Bühles heiratet.

Wahrscheinlich gab es 1929 in Alsenbrück eine Getreidemühle von Albert Frank.

Weitere Information:

LA Speyer Best. U 307 Nr. 153: Reinigung und Instandhaltung von Bächen; enthält u.a. eine Aufstellung der für die Bachreinigung kostenpflichtigen Mühlen- und Wiesenbesitzer; weiterhin eine Entschließung des Bezirksamts Kaiserslautern zur Korrektion des Al­senzbaches und zur Erbauung eines Überfall-Wehrs durch die Mühlenbesitzer Friedrich Eymann von Alsenbrück und David Kaege von Winnweiler 1859.

 

Grafsche Mühle, Sägewerk

Ca.  1921 betrieb der Johann Bläse in Alsenbrück die Graf´sche Mühle (Sägewerk). 

Lohmühle in Langmeil, ehemals Klostermühle des Klosters Otterberg

Die beim heutigen Sattelhof liegende Mühle wurde erstmals 987 urkundlich erwähnt; sie gehörte wahrscheinlich zu den beiden Mühlen die 987 bei der Schenkung des Landguts “Alesencen” durch den Salierherzog Otto von Worms dem Benediktinerkloster St. Lambrecht zukamen. 

Die Lohmühle war ursprünglich als Klostermühle eine Mahlmühle; sie kam mit dem umfangreichen landwirtschaftlichen Hofgut zusammen an das Kloster Otterberg. 

Um 1242 verkauft Ritter Konrad I. von Lichtenstein nach dem Ableben seiner 1. Ehefrau wegen Geldknappheit dem Konvent des Klosters zu Otterberg, alle von seinem Vater geerbten Güter in Alsenbrück: "-... den Sedelhof [...] mit allem Zubehör an Wiesen, Äckern, einer Mühle ... ".

Am 28.1.1277 versicherte, laut Quellen, die Agnes von Lichtenstein,  Witwe jenes Konrad I. von Lichtenstein - in dessen 2. Ehe - und ihr Sohn Konrad II. von Lichtenstein gegenüber dem Kloster zu Otterberg, keinerlei Eigentumsrechte mehr an den Gütern in Alsenbrück zu haben, die sie komplett mit allen an Äckern, Wiesen und Mühlen dem Kloster Otterberg verkauft haben. 

Nach der Säkularisierung des Klosters Otterberg un­terstand die Lohmühle jetzt der "Kurfürstlichen Geistlichen Güterverwaltung" in Heidel­berg.

Die eigentliche Lohmühle lag nach der Renovation von 1589 beim Sattelhof. Nach dem Lagerbuch aus dem Jahr 1772 stand sie zwischen dem Sattelhof­haus und der Trift.  Der sechs Morgen große Acker des Geißelhof-Erbbestandes wird wie folgt dokumentiert: “An der Lohmühle, oben Schultheiß Franck, unten die Trift, stoßt auf Sattelhofhaus”.

Im 30jährigen Krieg wurde die Mühle 1632 wie auch das ganze Dorf völlig zerstört; um 1660 wurden die Gebäude der früheren Lohmühle von dem Lohmüller Wendel Leininger eigenständig wieder erbaut. Wendel Leininger geriet allerdings in Streit mit der Verwaltung und musste daraufhin ins nahe Falkenstein flüchten. Die Mühle stand danach erneut leer, da Wendel Leidinger Leininger mit Drohungen Interessenten verscheuchte. So drohte er Cornelius Peters, der 1670 die Mühle pachten wollte und kurz darauf Johannes Frey aus Börrstadt diese anzuzünden, sollten sie die Mühle kaufen.

Schließlich wurde der Kuhhirte Nikolaus Kutte der Lohmüller und erhielt einen 6jährigen "Temporalbestand". Er reparierte das schadhafte Strohdach und beseitigte weitere Schäden an der Mühle, aber offensichtlich warf die Mühle keinen wirklichen Gewinn ab, denn Nikolaus Kutte versuchte bereits nach einem Jahr die Mühle wieder loszuwerden.

Hans Hack, der schon die Mahlmühle in Otterberg betrieb, übernahm die Mühle im Jahre 1681. Er begann diese in eine Mahlmühle umzubauen, aber überschuldet sich hierbei. Hans Hack verzichtete dann 1683 auf die Mühle. Diese wurde im Frühjahr 1683 von dem Müller Caspar Holl, Betreiber der Wahlheimer Ohligmühle im Amtsbereich Alzey übernommen. 

Auch Caspar Holl konnte bald die Pacht nicht mehr zahlen, da mit der veralteten Mühle kein gutes Mehl erzeugt werden konnte. 

Er machte sich sehr schnell zu einer "längeren" Reise nach Saarlouis auf - und kam nicht mehr zurück. Neuer Pächter wurde für kurze Zeit Caspar Westenröder aus Oberflörsheim. Diesem gelang es allerdings auch nicht die Mühle wieder effektiv zu betreiben. 

Im Jahre 1687 übernahm Christian Müller den Sattel­hof und die Mühle, allerdings stand 1698 das Anwesen wiederleer. Der heruntergekommene Zustand der Mühle wird von den kurpfälzischen Pflegern,,  der Ot­terberger  Geistlichen Güteradministration so beschrieben: "... die gänzlich abgerissene und in Grund ruinierte Mühle und samt dem dem verfallenen Mühlenteich ...”. 

Letztendlich übernahm Benedikt Steinemann den Bauernhof dann in 15jährigen Temporalbestand. Ihm folgte der Pfleger Witt, dessen Nachfahren von 1712 bis 1817 hier in der Mühle ansässig waren.

Die Mühle wurde nicht mehr betrieben, der Bauernhof wurde bewirtschaftet und behielt die Bezeichnung Lohnmühle. Die ehemalige Lohmühle wurde am 11.2.1817 durch einen Notarsver­trag von Johannes Karl Krehbühl und Johannes Eymann übernommen.

Um ca. 1670 wird die NN. Eichelberger auf der Lohmühle bei Langmeil geboren (menn.; °° mit Johannes Eymann) [Anm. Eberhard Ref: es handelt sich insoweit nicht um die Mühle, sondern den Seidel- oder Sedelhof im heutigen Ortsteil Sattelhof, der das Doppelanwesen Joh. Krehbiel und Witwe Daniel Eymann umfaßte].

1731 berichtet das luth. Kirchenbuch von Winnweiler, daß ein Taglöhner und zugleich Dienstknecht des Schultheißen Essig von der Lohmühle sich trauen ließ.

Um 1850 ist der Mennonit Johannes Krehbiel als Müller auf der Lohnmühle. 

Um 1859 war Friedrich Eymann der Mühlenbesitzer in Alsenbrück. 

Literatur/Urkunden zur Lohmühle:

- Drumm: Vom Sattelhof zur Lohmühle; in: Pfälzische Heimatblätter Nr. 4, S. 62

- Wasem, Peter: Die Lohmühle bei Langmeil; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 3/2005 S. 1-2

Karte:

- Ortsplan mit Sattelhof um 1770;LA Speyer Best. W 1/368 veröffentlicht in Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 555

 

Mahl- und Sägemühle (Mühle Eisenbeiß):

Gemarkung Ortseingang in Alsenbrück am Bahnübergang, oberhalb des damaligen Dorfwoogs.. Sie gehörte wohl auch zu den beiden erwähnten Mühlen der Schenkung des Landguts “Alesencen”. 

Vor 1277 gehörte die Mühle einem Reinhard von Hoheneck, ab 1277 wie dokumentiert dem Kloster Otterberg.

Um 1658 war ein gewisser Hans Conrad Zimmer als Müller in Alsenbrück. 

Die Mühle lag bis 1728 auf kurpfälzischem Territorium. Erst 1733 wurde Alsenbrück durch Tausch ein Teil der Grafschaft Falkenstein.

Um 1728 war Bernhard (Bernd) Zimmer der Müller auf der Mühle. Sei­ne Tochter Anna Margaretha Zimmer heiratete den auswärtigen Peter Augustin Justiz. Nach dessen Tod heiratete sie den Heinrichh Blochwitz († 1778), der die Mahlmühle bis zu seinem Tod betrieb.

Literatur/Urkunden zur Mahlmühle:

- LA Speyer Best C 14 Nr. 393

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff

Karte:

- Ortsplan um 1770;LA Speyer Best. W 1/368 veröffentlicht in Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 553

 

Schneidemühle Alsenbrück

dieses könnte die Mühle Eienbeiß sein.

Hierzu wird erwähnt, daß 1934 Wilhelm Müller der Besitzer der Schneidemühle war. Gegen ihn wurde im Jahre 1934 wegen Steuerrückständen die Zwangsvollstreckung eingeleitet.

Salomonsmühle in Langmeil:

Diese wird 1856-1864 in Langmeil genannt. Hier könnte es sich um die Mühle ausserhalb Langmeils handeln, auf dem Weg zwischen Ziegelhütte und Münchweiler.

 

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